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Pfarreiengemeinschaft TauberGau

 
Wallfahrten
Sternwallfahrt 2019

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In dieser Zeit ist es wichtig und gut, dass wir unsere Sorgen vor Gott im Gebet bringen können. Die Kirchen sind für Beter(innen) geöffnet. Gebetstexte zum Herunterladen finden Sie auch im Internet unter: https://liturgie.bistum-wuerzburg.de/corona/materialien-wue 

Hier finden Sie eine Übersicht der Messen, die im Fersehen und Internet angeboten werden: Messen_TV_Internet.pdf

Geistlicher Impuls

Liebe Schwestern und Brüder,

Haben Sie Angst?

Über 90% der befürchteten Folgen unserer Ängste und Sorgen treffen nicht ein und von den dann doch eingetroffenen sind die meisten nicht halb so schlimm, wie befürchtet, so habe ich es jedenfalls einmal gelesen. Ängste und Sorgen sind wichtig, um Situationen realistisch zu beurteilen. Stehen die Ängste und Sorgen sehr im Vordergrund, dann bestimmen sie unser Leben und unsere Einstellungen, unsere Denkstrukturen und unsere Handlungen tiefgreifend aus dieser Perspektive.

Henry Ford hat einmal gesagt: „Ob du glaubst, du schaffst es, oder ob du glaubst, du schaffst es nicht: du wirst in jedem Falle Recht behalten!“ Wir haben sicher alle einmal in unserem Leben die Erfahrung gemacht, dass in uns mehr Potential steckt, als wir erwartet und uns zugetraut haben, meist in Ausnahmesituationen, oft wenn es darauf ankam.

„Angst ist ein schlechter Begleiter“ sagt die Psychologie und sie lädt uns dazu ein, den Ängsten mehr auf die Spur zu kommen und sie viel mehr zu hinterfragen, was ganz konkret und wirklich dahintersteckt und worauf sie uns hinweisen wollen.

Interessant fand ich neulich einen Beitrag der sagte, dass hinter der Angst vor Corona prinzipiell drei verschiedene Hauptängste stecken, in die man die Menschen überwiegend einteilen kann:
1. die Angst vor dem Coronavirus, also vor der damit verbundenen Angst vor Krankheit, Leid und Tod,
2. die Angst vor Armut, also vor Existenzängsten und
3. die Angst vor Diktatur, also die Angst, die Freiheit und Selbstbestimmung zu verlieren.
Wenn jemand mit der Hauptangst „Diktatur“ mit jemandem diskutiert, der die Hauptangst „Armut“ hat, kommt man nur sehr schwierig auf einen gemeinsamen Nenner, obwohl man von der vermeintlich gleichen „Angst vor Corona“ spricht.

Auch wenn uns vieles Angst macht und Sorgen bereitet, so sollten wir doch nicht vergessen, dass es immer auch einer gehörigen Portion Mut bedarf, um Situationen und unser Leben anzugehen und zu meistern. Ohne den Mut auch gegen Ängste und Nöte anzugehen hätte und würde sich nie etwas verändern; das sagt uns jeder Film und viele Zeitungsberichte. Jesus hat uns Menschen immer Mut zum Leben gemacht, basierend auf dem unerschütterlichen Vertrauen zu Gott. Das heißt nicht, dass damit alles gelöst ist und die heile Welt eintritt. Aber es heißt, dass ich mich nicht unterkriegen lasse, auch wenn etwas Angst macht und unüberwindlich erscheint. Durch den Mut öffnet sich nämlich eine neue Perspektive, die auch neue Möglichkeiten zulässt und uns nicht nur in der Angst stecken lässt. So hat es uns Jesus auch vorgelebt.

Mut zum Leben ist allemal besser als in den Ängsten vergessen zu leben. Das jedenfalls wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen!

Ihr Winfried Langlouis

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