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Pfarreiengemeinschaft TauberGau

 
Wallfahrten
Sternwallfahrt 2019

Youtube Playliste:
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In dieser Zeit ist es wichtig und gut, dass wir unsere Sorgen vor Gott im Gebet bringen können. Die Kirchen sind für Beter(innen) geöffnet. Gebetstexte zum Herunterladen finden Sie auch im Internet unter: https://liturgie.bistum-wuerzburg.de/corona/materialien-wue 

Hier finden Sie eine Übersicht der Messen, die im Fersehen und Internet angeboten werden: Messen_TV_Internet.pdf

Geistlicher Impuls

Liebe Schwestern und Brüder,

Am absoluten Tiefpunkt

Gefühlt war man schon da, am absoluten Tiefpunkt. Von hier kann es nicht noch weiter nach unten gehen. In Zahlen lässt sich das auch nicht unbedingt ausdrücken. Anders als bei der Beobachtung der Pandemie, in der man täglich und für jeden Ort eine Zahl erfragen kann, die die Häufigkeit der Ansteckungen standartisiert. Anders als bei der Flut, den Überschwemmungen an verschiedenen Orten in unserem Land und auch anderswo. Sehr bald können Fachleute von Versicherungen Schadenshöhen mit Zahlen angeben.

Aber wie fühlt man sich dabei. Da hilft mir keine Zahl. Da ist nur das Gefühl, dass es noch tiefer nicht geht.

Zur Zeit Jesu haben sich die Menschen aus Galiläa regelmäßig zu Wallfahrten aufgemacht. In kleinen oder großen Gruppen sind sie eine ziemlich weite Strecke zu Fuß gegangen - nach Jerusalem. Sie haben nicht den kürzesten Weg genommen, weil sie wollten auf diesem Weg zu Gott nicht den Samaritanern begegnen, Menschen, die den Glauben an Gott anders leben.

So kamen sie auf diesem Umweg (ob es ihnen bewusst war oder nicht) am absoluten Tiefpunkt an. Sie kamen zu dem Platz auf unserem Globus, der rein nach Höhenmeter der tiefste Platz ist, an dem man trockenen Fußes auf diesem Planeten stehen kann.

Und dort begegnet ihnen - ganz gegen das Drehbuch ihrer Wallfahrt - eine sonderbare Gestalt: Johannes der Täufer. Seine Botschaft ist: „Kehrt um!“ also dreht euch um und geht in eine andere Richtung. Denn wer zu Gott unterwegs ist und gleichzeitig meint, dass der Weg zu Gott von den Menschen weg führt, der geht den falschen Weg: Er geht zum absoluten Tiefpunkt - der Menschlichkeit, der Gotteserkenntnis, der … .

Es wird Zeit, dass wir uns aufmachen zu Gott. Es wird Zeit, dass wir den Weg dorthin bei unseren Mitmenschen suchen. Denn Wege zu Gott führen zum Menschen und sollen helfen, dass die Menschen den Weg finden, der vom absoluten Tiefpunkt weg führt.

Gerhard Hanft

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