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Pfarreiengemeinschaft TauberGau

 
Wallfahrten
Sternwallfahrt 2019

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Geistlicher Impuls

In dieser Zeit ist es wichtig und gut, dass wir unsere Sorgen vor Gott im Gebet bringen können. Die Kirchen sind für Beter(innen) geöffnet. Gebetstexte zum Herunterladen finden Sie auch im Internet unter: https://liturgie.bistum-wuerzburg.de/corona/materialien-wue 

Hier finden Sie eine Übersicht der Messen, die im Fersehen und Internet angeboten werden: Messen_TV_Internet.pdf

Liebe Schwestern und Brüder,

Sein und Schein

Gerade in diesen Tagen, da die Weinlese hier in Franken läuft, kommt jeden Sonntag ein Gleichnis, das von der Arbeit im Weinberg erzählt. Genau genommen ist nicht die Arbeit selbst das Thema, sondern die Suche und Beauftragung von Mitarbeitern im Weinberg.

Zwei ungleiche Brüder werden vorgestellt. Beide reagieren auf den Auftrag „Geh in den Weinberg!“ unterschiedlich. Beide machen aber das Gegenteil von dem, was sie anfänglich sagen.

Wer hat den Auftrag des Vaters erfüllt? - Diese Frage ist leicht zu beantworten: Nicht der, der sagt, dass er es macht, sondern der, der es wirklich macht.

„Sein und Schein“ ist das Thema, das uns da vor Augen geführt wird. Und das ist ein Thema, das sehr aktuell ist. Überall begegnen uns Situationen, in denen wir damit konfrontiert sind, dass das, was man hört, und das, was wirklich geschieht, so unterschiedlich ist.

In der Diskussion rund um die Corona-Pandemie erzählen immer mehr Menschen Theorien, die man nur als „Verschwörungstheorien“ bezeichnen kann. Doch viele stehen vor der Frage: „Was soll ich glauben?“

In unserer Kirche wird seit Jahrzehnten über Reformen diskutiert, wie man sich als Gemeinschaft der Glaubenden in unserer Zeit in unserem Land organisieren kann und soll. Doch jahrein - jahraus verändert sich nichts und die Kluft zwischen Kirche und Gesellschaft wird immer größer.

Jeden Freitag gehen junge Menschen auf die Straße und fordern Veränderungen im Leben der Menschen und in der Wirtschaft, damit die Umwelt und das Klima vor großen Schäden bewahrt werden können. Doch es wird an maßgeblichen Stellen viel diskutiert und Ziele immer wieder in die Zukunft verschoben.

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen,“ sagt Jesus an einer anderen Stelle im Evangelium. Bei diesem Maßstab müssen wir nicht nur nachdenklich werden, sondern auch etwas verändern.

So steht hier am Ende ein Gebet:

Herr, gib mir den Mut die Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
gib mir die Gelassenheit die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
und gib mir die Weisheit, die beiden von einander zu unterscheiden.

Diesen Mut, diese Gelassenheit und diese Weisheit wünsche ich uns allen

Gerhard Hanft

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