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Pfarreiengemeinschaft TauberGau

 
Wallfahrten
Sternwallfahrt 2019

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In dieser Zeit ist es wichtig und gut, dass wir unsere Sorgen vor Gott im Gebet bringen können. Die Kirchen sind für Beter(innen) geöffnet. Gebetstexte zum Herunterladen finden Sie auch im Internet unter: https://liturgie.bistum-wuerzburg.de/corona/materialien-wue 

Hier finden Sie eine Übersicht der Messen, die im Fersehen und Internet angeboten werden: Messen_TV_Internet.pdf

Geistlicher Impuls

 

Liebe Schwestern und Brüder,

Vorgaben, Verbote, Vorsätze, Gebote ...

ja, sie nerven oft gewaltig. Oft hat man das Gefühl, dass sie einengen, ungerecht, vielleicht sogar unerreichbar sind. In den meisten Fällen jedenfalls wirken sie nur negativ! Und das betrifft auch unsere Vorsätze. Im neuen Jahr will der ein oder andere vielleicht einige Änderungen vornehmen, weil einiges nicht so optimal läuft, wie zum Beispiel: ich sollte mehr Sport treiben, ich sollte mehr abnehmen, ich sollte mich gesünder ernähren … . Das erinnert mich an die zehn Gebote aus der Bibel, die alle beginnen mit „Du sollst nicht …“. Auch sie hinterlassen im ersten Moment kein positives Gefühl, obwohl sie richtig erprobte und hervorragende Wegweiser für ein gutes Leben sind.

Psychologisch gesehen ist ein positives Herangehen viel effektiver und lukrativer als Verbote und Gebote. Interessant ist, so habe ich jedenfalls gelesen, dass die Übersetzung der zehn Gebote so nicht wirklich korrekt ist, denn statt „Du sollst nicht …“ heißt es im hebräischen Originaltext „Du wirst nicht …“. Also ganz nach dem Motto: „Du wirst doch nicht so dumm sein und …“ Wenn wir dies berücksichtigen, dann ist das Christentum keine Verbotsreligion, sondern genau das Gegenteil. Denn wenn ich von Gottes Liebe wirklich überzeugt bin, dann ist es einfach völlig unmöglich, dass ich jemanden bestehle oder Lügen über ihn erzähle. Oder wie der große Kirchenlehrer Augustinus einmal treffend sagte: „Liebe und tue was du willst“, denn dann brauche ich keine Verbote oder Vorgaben, denn sie widersprechen ja nicht meiner Grundeinstellung und damit meinem Tun.

Das kann ich auch auf die Vorsätze für dieses Jahr anwenden: Statt „Ich sollte oder muss mehr Sport treiben …“ könnte es auch heißen „Ich bin doch nicht so dumm und kümmere mich nicht um mich, meinen Körper, denn sonst schade ich mir doch nur selbst!“

Ob dies meine Beziehung zu Gott, zu mir selbst oder zu meinen Mitmenschen betrifft, ist dabei ganz egal. Es gehört alles dazu, auch wenn es uns Menschen nicht in jedem Fall gelingt!

Ihnen allen ein gesegnetes Neues Jahr!

Ihr Diakon Winfried Langlouis 

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