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Pfarreiengemeinschaft TauberGau

 
Wallfahrten
Sternwallfahrt 2019

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In dieser Zeit ist es wichtig und gut, dass wir unsere Sorgen vor Gott im Gebet bringen können. Die Kirchen sind für Beter(innen) geöffnet. Gebetstexte zum Herunterladen finden Sie auch im Internet unter: https://liturgie.bistum-wuerzburg.de/corona/materialien-wue 

Hier finden Sie eine Übersicht der Messen, die im Fersehen und Internet angeboten werden: Messen_TV_Internet.pdf

Geistlicher Impuls

Liebe Schwestern und Brüder,

Die Welt hungert

Es gehört wohl zu den menschenunwürdigsten Nachrichten, dass in einer Welt, in der alle satt werden könnten, so viel Hunger mit allein über 15.000 sterbenden Kindern täglich herrscht und das mit steigender Tendenz! Ohne wirkliche Anstrengungen könnten vom Überfluss der reichen Nationen die Armen ernährt werden. Nicht einmal 10% der Rüstungsausgaben weltweit würden dazu ausreichen. Offensichtlich ist es uns das aber nicht wert.

Die Menschen haben Hunger, nicht nur nach Brot. Sie haben Hunger nach Anerkennung, nach Wertschätzung, nach Verstanden- und Gehörtwerden, nach Liebe, Frieden, Gerechtigkeit und immer mehr auch nach Antworten nach einem sinnvollen Leben. Dem gegenüber steht die zunehmende Schärfe und Gnadenlosigkeit im Umgangston nicht nur in den sozialen Medien, die Erhöhung von Rüstungsausgaben, die zunehmende Radikalisierung, der Rückzug ins Private und vieles mehr. Durch die allmächtige Rüstungslobby gibt es weltweit immer mehr bewaffnete Auseinandersetzungen, mit immer mehr Toten, Vertriebenen, Armen und traumatisierten Menschen.

„Wer Gewalt sät wird Gewalt ernten“, heißt es. Wer Liebe sät, der wird auch Liebe ernten, ist ein ebenfalls gültiger Spruch, den aber niemand zitiert. WIr Menschen haben es immer noch nicht verstanden aus der Spirale der Gewalt, des Egoismus, des Machtstrebens und des Unrechts auszubrechen, trotz einer mehreren tausend Jahre alten Geschichte, die uns Ursachen und Folgen ständig vor Augen hält. Ehrlichkeit, Toleranz, Kompromissbereitschaft und Verständnis gelten nach wie vor als Schwäche. Immer mehr durchsetzungsstarke Typen sind gefragt, die wohl meine eigene Unzulänglichkeiten als „starke“ Typen kompensieren sollen. Aber keiner von diesen „starken“ Typen hat lange geherrscht, weil sie auf Kosten der Schwächeren agierten. Nur einige „Schwache“ haben es geschafft, dass sie dauerhaft zumindest mit ihren Botschaften „überlebten“, wie z.B. Mahatma Ghandi, Martin Luther King oder allen voran Jesus. Als wirkliche Vorbilder taugen sie aber nach wie vor recht wenig, trotz ihrer überwältigenden Erfolge, so scheint es jedenfalls, wenn man die politische Landschaft ansieht.

Für uns Christen sollte dies eher ein Ansporn sein, die Ärmel erst recht hochzukrempeln und die Botschaft der Liebe und des Andersseins glaubwürdig zu zeigen und vorzuleben, anstatt zu resignieren und damit als Mitläufer direkt oder indirekt zu fungieren. Die genannten „schwachen Typen“ haben es uns gezeigt, dass es funktioniert, auch wenn dazu oft genug großer Widerstand und auch Niederlagen und Enttäuschungen gehören. Anders ist aber der vielgestaltige Hunger in der Welt nicht zu stoppen. Packen wir's an!

Ihr Diakon Winfried Langlouis

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